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Gerhard Schäfer Fuchsstraße 6 64291 Darmstadt Stadtplanungsamt Postfach 11 10 61
64225 Darmstadt
Entwurf zum Bebauungsplan A 25.1 - S-Bahnhaltepunkt Arheilgen -
Sehr geehrte Damen und Herren,
zu dem zur Zeit offenliegenden Bebauungsplan-Entwurf übermitteln wir Ihnen folgende Bedenken und Anregungen:
1. Gegen den Bebauungsplan bestehen in den Grundzügen keine Bedenken, denn er entspricht in dieser Hinsicht dem mit uns abgeschlossenen Vertrag von 1994. Insbesondere der Wegfall der ursprünglich über den S-Bahnhaltepunkt, die Bahngleise und die B3-Umgehung führenden Straßenbrücke wird begrüßt. Die recht ausführlich gehaltenen Erinnerung an diese überholte Planungsvorstellung in der Begründung sollte ersatzlos entfallen. Ebenfalls begrüßt wird die Entwicklung einer Vorzone vor der S-Bahnhaltestelle, die durch den Wegfall der ursprünglich geplanten Straßenbückenrampe nun möglich ist und einen - wenn auch bescheidenen - Ersatz für den ehemaligen Vorplatz vor dem Arheilger Bahnhof darstellt.
2. In den Bebauungsplan A 25.1 wird die geplante Erweiterung des Arheilger Friedhofes aus dem Bebauungsplan A 24 übernommen. Gegen diese Friedhofserweiterung quasi als Pendant zu dem neuen Bahnhofsvorplatz bestehen nach wie vor Bedenken, da sie zu einer städtebaulichen Fehlentwicklung führt. Ganz abgesehen von der Tatsache, daß dieses Areal für Erdbestattungen aus wasserwirtschaftlicher Sicht offensichtlich bedenklich ist (das ganze Friedhofserweiterungsgebiet müßte um gut 0,5 Meter angehoben werden) ist dieses Gelände in unmittelbarer Nähe eines regional bedeutsamen Haltepunktes des öffentlichen Personennahverkehrs - mehr noch als das ehemalige Schenckgelände - ein „Filetstück“ der Stadtentwicklung, das zumindest entlang der neuen Bahnhofsallee baulich genutzt werden sollte. Dies ist auch erforderlich, um das Bahnhofsumfeld im Sinne des Sicherheitsinteresses der Benutzer der S-Bahn insbesondere in verkehrsarmen Zeiten zu beleben.
3. Mit der neuen Rad- und Fußgängerbrücke wird für den Ortsbereich Arheilgen ein neues optisches Zeichen gesetzt - vergleichbar dem abgebrochen Bahnhofsgebäude. Es wir bedauert, daß der Entwurf einer Doppelbogenbrücke aus Stahl, der dieser städtebaulichen Aufgabe gut entsprochen hätte, nicht zum Zuge kommt. Nun sollen über das Bahngelände eine Stahlrohrbogenbrücke und über die B3-Umgehung ein Betonkastenprofil, „das in der Unterhaltung und Herstellung weniger aufwendig ist“, führen. Dies ist keine gute Lösung. Beispiele aus anderen Bundesländern - wie z.B. über die Autobahn A5 in Baden-Württemberg - belegen, daß Stahlbrücken über Hauptverkehrsstraßen offensichtlich unbedenklich sind und optisch einen Gewinn darstellen. Die Chance, an dieser Stelle in Arheilgen etwas Hochwertiges zu schaffen, wird jedoch leider vertan.
Es wird angeregt, ähnlich der Lösung am Westende der Rad- und Fußgängerbrücke auch am Ostende zusätzlich zu der insgesamt ca. 140 m langen Rampe eine Treppe, die zu der Bastion hoch führt, vorzusehen.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Dr. Hartwig Richter gez. Gerhard Schäfer |
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