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INTERESSENGEMEINSCHAFT ARHEILGER BÜRGER e.V. IGAB-Veranstaltung zur Kommunalwahlam Dienstag, den
3. März 2006, um 19.00
Uhr Im Rahmen einer von der Interessengemeinschaft Arheilger Bürger organisierten Podiumsdiskussion hatten Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, mit Kandidatinnen und Kandidaten zur Kommunalwahl 2006 über Arheilger Fragen und Probleme zu diskutieren.
Inhaltlich wurden folgende Themenkomplexe behandelt: Straßenbahn und Umgestaltung Frankfurter LandstraßeNahverkehrOrtskernentwicklungFluglärm und FlughafenausbauAusführlicher BerichtTrotz Schneechaos auch in Arheilgen war am
Freitagabend im großen Saal vom Goldnen Löwen die Podiumsdiskussion mit
Kommunalpolitikern gut besucht, denn am 26.März ist Kommunalwahl. So
konnte Prof. Karlheinz Wesp als Moderator des Abends etwa 100 Besucher und
am Podium Ralf Arnemann (FDP), Hanno Benz (SPD), Wilhelm Kins (CDU),
Helmut Klett (UWIGA), Brigitte Lindscheid (Bündnis 90/Die Grünen) und
Michael Siebert (WASG) begrüßen. Er lobte die IGAB, die diese
Veranstaltung organisiert hat. Gibt dies doch die Möglichkeit, dass die
Kandidatin und die fünf Kandidaten ihre Positionen zu Arheilger Themen
vorstellen und die Wählerinnen und Wähler diese Politiker befragen können.
Ihren persönliche Werdegang und ihr Engagement für Arheilgen machten alle
Parteienvertreter bereits in der Vorstellungsrunde deutlich. Je nach
Zugehörigkeit zur Stadtregierung wurden erbrachte Leistungen und Stärken
oder Fehler und Mängel herausgestellt. So kritisierten die Herren Kins,
Arnemann und Siebert erhebliche Vollzugsdefizite der Stadtverwaltung bei
der Umgestaltung der Frankfurter Landstraße und am Arheilger Bahnhof. Straßenbahn-Umbau und Umgestaltung der Frankfurter Landstraße sind längst überfälligZum Thema Straßenbahn und Umgestaltung der Frankfurter Landstraße fragten Besucher vor allem nach dem Bedarf der Straßenbahnverlängerung, der Aussagekraft der eingeholten Gutachten und einem realistischen Zeitplan für den Straßenumbau. Mit Ausnahme von Herrn Klett machten sich alle Parteienvertreter für den Straßenbahnausbau stark. SPD und Grüne hoben vor allem die Vorteile für den Nahverkehr und die Qualität der Planung der Straßenumgestaltung hervor, dazu auch die frühe Bürgerbeteiligung im Planungsbeirat. Sie rechnen fest mit dem baldigen Planfeststellungsbeschluss sowie der Mittelzusage des Landes und einem Baubeginn noch 2006. Diesen Optimismus teilte Herr Arnemann nicht. Und auch Herr Kins und Herr Siebert beklagten die großen Verzögerungen und die vertane Zeit, weil der Umbau der Frankfurter Landstraße mit Baubeginn der B3-Umgehung bereits beschlossene Sache war. Wegen der langen Bauzeit forderte Herr Kins alles zu unternehmen, um im Interesse der Anwohner und Geschäfte die Erschließungs- und Einkaufssituation an der Straße weitestgehend zu erhalten. Auch vertrat er die Auffassung, dass die Anlieger der Frankfurter Landstraße wegen des jahrelang ertragenen Durchgangsverkehrs von allen Kosten freizustellen seien. Herr Siebert schlug vor, dass die Stadt einen festen Ansprechpartner benennt, der sich zügig und kompetent um die Probleme der Anlieger während der gesamten Bauzeit kümmert. Mit seinem Vorschlag, alles beim Alten zu belassen und die Gleisschleife soweit möglich mit einem Einkaufszentrum im Obergeschoss zu überbauen, war Herr Klett allein. Wo ist die Gesamt-Konzeption für den Ortskern?Die Besucher fragten sodann nach den konkreten Plänen zur Entwicklung des Ortszentrums und nach aktuellen Verbesserungen z.B. befristeten Parkzeiten auf dem Parkplatz neben den Löwen. CDU und WASG monierten die fehlende Gesamtkonzeption für den Ortskern, nicht nur für ein Einkaufszentrum am Löwen sondern auch für die Zukunft der Heaghalle, des Heaghäuschens, des Einkaufsmarktes an der Ettesterstraße und die weitere Bebauung an der Reitbahn. Für diese dringende Planungsaufgabe müsse mit einem städtebaulichen Wettbewerb nach der besten Alternative gesucht werden. Herr Benz und Frau Lindscheid könnten sich dem Wettbewerbsvorschlag anschließen, wenn es nicht zu weiteren Zeitverzögerungen käme. Stolz sei man aus ihrer Sicht, dass ein weiterer Einkaufsmarkt am Ortsrand abgewehrt wurde und mit einem Gutachten bewiesen sei, dass der Einzelhandel im Ortszentrum Entwicklungschancen habe. Herr Benz schlug vor, sich gemeinsam dafür einzusetzen, dass bei der von der Landesregierung angestrebten Förderung innerstädtischer Geschäftslagen das Arheilger Ortszentrum ein Modellprojekt wird. Chaotische Situation am Arheilger BahnhofHarsche Kritik gab es vom Publikum zu den unmöglichen Verhältnissen am Arheilger Bahnhof. Beklagt wurden vor allem die fehlende Straße zum Blütenviertel, die chaotische Situation bei den Parkplätzen, die schäbigen Fahrradständer und die schlechte Busanbindung. Dieser Kritik stimmten die Herren Siebert, Kins und Arnemann zu, die alle drei nicht nachvollziehen können, dass das alles so lange dauert, obwohl seit Jahren Planungsrecht besteht. Kins und Siebert waren sich auch einig, dass die direkt gegenüber dem Bahnhof geplante Erweiterung des Arheilger Friedhofes städtebaulich nicht zu vertreten sei. Auch Herr Benz und Frau Lindscheid finden den Zustand am Bahnhof unhaltbar und kritisierten die Untätigkeit der Verwaltung und der Bundesbahn, die benötigte Grundstücke blockiert. Beide widersprachen aber der Kritik an der Friedhofserweiterung und schon gar der Idee eines neuen Friedhofes zwischen Arheilgen und Kranichstein. Das gehe allein schon nicht wegen des hohen Grundwasserstandes. Für einen denkbaren eigenen Kranichsteiner Friedhof müssten bessere Standorte gefunden werden. Flughafenausbau - Initiative engagiert sichFrau Lewin, die auch Vorsitzende des Förderkreises Fluglärmklage ist, führte zum Thema Fluglärm und Flughafenausbau ein. Sie machte erneut deutlich, dass bereits die heutige Fluglärmbelastung im Darmstädter Norden viel zu hoch ist und sich nach einem Ausbau immens erhöhen werde. Daher engagieren sich Mitglieder des Förderkreises ganz besonders auch bei der laufenden Erörterung der Fraport-Pläne in Offenbach. Frau Lewin erläuterte eindrucksvoll, mit welcher Qualität die Erörterungsdiskussionen geführt werden. Nur Herr Arnemann brach am Podium eine Lanze für den Flughafenausbau und erwartet eine Reduzierung der Fluglärmbelastung trotz Ausbau. Alle anderen Politiker am Podium machten hingegen deutlich, dass sie mit diesen Ausbauplänen große Probleme haben. Den Bedarf bezweifeln grundsätzlich Frau Lindscheid und Herr Siebert. Andere Alternativen am Standort Frankfurt hält Herr Benz für möglich. Herr Kins sagte, zur Entlastung könne man persönlich beitragen, da bei der von ihm geleiteten Behörde innerdeutsche Flüge verboten sind und Urlaubsfernreisen nicht nötig seien. Sowohl seitens des Podiums als auch mit Diskussionsbeiträgen aus dem Saal wurde einhellig gefordert, die Bündelung der Abflugroute über dem Darmstädter Norden endlich aufzugeben zugunsten einer Aufstreuung mit breitem Korridor. DankeAm Ende der Veranstaltung bedankte sich der IGAB-Vorsitzende Dr. Richter bei dem Publikum, den Politikern am Podium und ganz besonders bei dem Moderator Prof. Wesp, dem er ein Präsent der IGAB überreichte. Da wie zu erwarten nicht alle zu Wort kamen und wichtige Themen wie die Schulsituation in Arheilgen gar nicht zur Sprache kamen, verwies er auf die ausliegende Namensliste der am Podium vertretenen Politiker, die auch im Internet unter www.igabweb.de zu finden sei. Liste der Parteienvertreter ( alphabetisch )
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